Pinguin-Kuscheltier häkeln aus Wollresten

Ihr häkelt gerne Kuscheltiere oder wollt es einmal an einem einfachen Projekt versuchen? Dann ist dieser Pinguin mit Mütze genau das Richtige für euch! Ich habe das erste Mal ein kleines Kuscheltier gehäkelt und es hat auf Anhieb geklappt. Wenn ihr wisst, was feste Maschen sind, dann kann es direkt schon losgehen.

Der Pinguin beim Fotoshooting inklusive Eiswürfeln und Deko-Kristallen als Foto-Props

Alles hat auch sein Gutes. In diesem Fall hatte der Pinguin das Glück, dass ich eine Zeitlang ziemlich viel Zeit auf dem Sofa verbracht habe. Ich habe ihn aus Wollresten gehäkelt. Wie das geht, seht ihr im Youtube Tutorial von @justmikodiy. Die Wolle, aus der der Pinguin gemacht ist, habe ich vor dem Müll gerettet. Als wir mit unserem Büro umgezogen sind, gab es so einiges, das in die Tonne gewandert wäre. Und jetzt fragt mich bitte nicht, warum wir Wolle im Büro hatten… die war noch ein Relikt aus Berater-Tagen, in denen man kreative nicht-virtuelle Workshop-Methoden eingesetzt hat 😂

Um den kleinen Pinguin beim Fotografieren ganz groß rauszubringen, habe ich diese Mal ein Set in der Küche aufgebaut.

Ja, ich gebe zu, hin und wieder fasse ich die Upcycling-Definition sehr weit, um meine schönen Projekte auch hier unterzubringen. Aber das Häkeln kann auch im engeren Sinn für Refashion- und Upcycling-Projekte verwendet werden, z.B. um Kleidungsstücke zu verlängern oder in Form von T-Shirt-Garn:

Die Mütze ist nicht Teil des Tutorials. Aber wenn man einmal weiß, wie man eine Halbkugel häkelt, ist das kein Problem. Sie ist einfach ein wenig größer im Umfang als der Pinguinkopf. Der kleine Pinguin kann die Mütze auch abnehmen, je nach Temperatur. Für die Fotos hat er sie aufgelassen, aber ich habe die Fotos auch extra in der Küche gemacht und noch etwas Eis dazu gelegt. Dabei konnte ich gleich noch ein wenig mit der Belichtungszeit und mit Tiefeneffekten experimentieren. Und dann habe ich auf Instagram von Lisa Tihanyi sogar noch ein Foto-Feedback bekommen: noch schöner wäre das Foto, wenn der Pinguin eher im goldenen Schnitt gestanden hätte und wenn ich den Weißabgleich korrigiert hätte. Das versuche ich beim nächsten Mal!

In der Küche gibt es – neben der sicheren Unterlage für schmilzende Eiswürfel – ideale Bedingungen für eine gute Nahaufnahme: heller Hintergrund, Tageslicht von der Seite und eine helle reflektierende Seitenwand. Dadurch, dass die Kamera aufliegt, kann die Belichtungszeit lang gewählt werden und das Bild wird schön hell und scharf.

Der Pinguin ist übrigens inspired by Instagram. Vielen Dank an die künstliche Intelligenz und die „das könnte dir auch gefallen“-Funktion 😉 aber vor allem an @fraukreativkopf und @_ma_lea_. Ich bin dann kurz über diverse Accounts gestolpert, die unglaublich süße kleine gehäkelte Tiere zeigen. Habe mich dann aber dagegen entschieden, ihnen zu folgen. Ich versuche ja schon, mich auf solche Upcycling-Projekte zu fokussieren, die wir brauchen. Also „richtig“ brauchen, nicht brauchen im Sinne von „Mama, der ist so süß! Darf ich den haben??“. Andererseits, ich liebe Kuscheltiere halt auch über alles 🤩 Habt ihr schon einmal Kuscheltiere selbst gemacht? Das waren meine bisherigen Projekte:

Upcycling Outfit aus alten Shirts und Schal für’s Tanzen nähen

Näht ihr die Outfits für eure Auftritte auch selbst? Ist doch viel cooler als etwas Gekauftes! Und wenn man dafür noch alte Kleidungsstücke und Accessoires verwenden kann, ist die ganze Sache sogar noch nachhaltig. Ich habe aus alten Tüchern und Shirts ein Tanz-Outfit für mich genäht. Leider habe ich es dann gar nicht auf der Bühne getragen. Dieser Beitrag erzählt davon, was passiert, wenn das Leben dazwischen kommt. 

Sport ist ein sehr wichtiger Teil meines Lebens. Ich habe hier schon öfter von meinem Sportarten berichtet. Denn immer öfter hat das Upcycling auch etwas mit meinem Sport zu tun. Vor ein paar Jahren habe ich für’s Tanzen eine alte Jeans im Destroyed-Look upgecycelt. Ich habe auch schon einen mega coolen Chalkbag für’s Klettern selbst designt und genäht. Und aus meinen alten Turnsachen habe ich schon zweimal etwas für die Kinder gezaubert.

Den aktuellen Tanz unserer Tanzgruppe üben wir schon ziemlich lange. Aufgrund der Corona-Pandemie ist unsere Tanzgala in den letzten beiden Jahren ausgefallen. Teile des Tanzes haben wir über Zoom digital gelernt, als Lockdown war. Irgendwann im letzten Jahr ging es dann darum, dass wir tatsächlich auftreten sollten. Und ich brauchte einen Kostüm. Das Motto unseres aktuellen Tanzes lautet „Pyjamaparty“. Wir sind bei der Kostümwahl immer sehr kreativ und viele aus unserer Gruppe bestellen dann gleich wie wild verschiedenste Optionen im Internet. Ich mag das nicht. Ich mag nicht bei billigen Online-Anbietern bestellen, ich mag nicht Sachen für einen bestimmten Anlass kaufen, die man dann nur einmal braucht und vor allem mag ich gerne selber kreativ werden :-)

Alles, was rosa und grau war, kam auf meinen Stapel und ist Teil des Projekts geworden.

Was ich auch mag: wenn es schon eine bestimmte Vorstellung, hier z.B. das Thema, und Vorgaben gibt, hier z.B. die Farben grau und rosa. Ich habe mir dieses gemütliche Oberteil im Cropped Look überlegt, zusammen mit einer kurzen Hose. Dann habe ich aus meinen Upcycling-Kisten alles zusammen gesammelt, was grau und rosa war: ein graues Poloshirt, zwei rosafarbene T-Shirts, ein Spaghettiträgertop und einen rosa gemusterten Schal. Den Schnitt für das Oberteil habe ich selbst angepasst. Als Basis habe ich das kostenlose Sweatkleid-Schnittmuster von EMF benutzt. Die Hose ist eine kurze Version der Damen-Jogginghose Sofia von Hummelhonig. Und aus den Resten habe ich dann noch ein Haarband genäht. 

Das Set besteht aus einem Shirt, einer Short und einem Haarband in einem asymmetrischen Look.

Ich war super happy mit dem Ergebnis. Durch die Teilungsnähte hatte der Stoff tatsächlich für all diese Teile gereicht. Die Tanzgala, die im November hätte stattfinden sollen, wurde dann noch einmal auf Mai verschoben. Das Outfit, an dem ich mehrere Abende, auch mit einigen Fehlversuchen, genäht hatte, wanderte er erstmal in den Kleiderschrank. Im Frühjahr fingen wir wieder verstärkt an zu trainieren. Und dann hatte ich einen Unfall. Aus der Traum. Kein Sport. Kein Tanzen. Kein Auftritt. Auch kein Nähen, im Übrigen… Irgendwie war die ganze Arbeit umsonst. Ich ging dann als Zuschauer zur Tanzgala und trug den Pulli. Meine Gruppe, die Dancing Pro’S, hat ohne mich die Bühne gerockt. So kann es eben gehen, wenn das Leben dazwischenkommt…

Da ich bedarfsorientiert nähe, nähe ich meistens etwas für die Kinder und nur selten etwas für mich selbst. Aber hier könnte ihr sehen, was ich alles schon für mich genäht habe:

Ein selbst repariertes Kleidungsstück als Flatlay fotografieren

Kleidung zu reparieren ist mitunter die nachhaltigste Möglichkeit, mit Mode umzugehen. Wenn ihr eure Projekte auch gerne auf Social Media Kanälen zeigt, lohnt es sich, die Ergebnisse als schickes Flatlay zu fotografieren. So könnt ihr gut zur Geltung bringen, wie viel Herzblut in der Reparatur steckt und schön getragene Kleidungsstücke sein können. Ich habe zwei Rennauto-Flicken auf eine kaputte Jeans genäht. Das war ein Herzenswunsch unseres Kleinen. In diesem Artikel geht es darum, wie man gute Flatlays fotografiert.

Ich kann aktuell nicht an der Nähmaschine nähen. Das nervt. Löcher in Hosen haben wir natürlich trotzdem. Daher musste ich jetzt, wohl oder übel, doch mal einen „ganz normalen“ Flicken aufnähen. Eigentlich ist das gar nicht mein Ding. Ein Großteil meiner Upcycling-Energie ist in den letzten zwei Jahren in stylische Alternativen zu einfachen Flicken geflossen. Aber da ich für Pragmatismus bin und gegen Dogmatismus, habe ich mich dann doch für die 0815 Variante entschieden.

Der Kleine hatte sich schon lange eine Rennauto-Hose gewünscht. So sollte es sein. Ich habe extra auf eBay Rennauto-Flicken bestellt. Es gab nochmal eine kleine Meinungsverschiedenheit, weil ich keinen Porsche finden konnte… und dann ging es aufs Sofa und ran an die Flicken. Damit das Projekt mir wenigstens ein bisschen Spaß macht, wollte ich versuchen, es zumindest cool zu fotografieren. Lisa von „mein feenstaub“ hatte gerade jede Menge coole Tipps zum Erstellen von Flatlays geschickt. Die sollten jetzt ausprobiert werden.

Foto-Story definieren

Ich habe mir die Storyline überlegt und das Set grob skizziert: ein aufgenähter Flicken mit dem entsprechenden Zubehör, das man dafür benötigt. Das zentrale Element, der Flicken, sollte im goldenen Schnitt liegen. Weitere Elemente sollten das Bild inhaltlich und farblich unterstützen, aber dem Flicken nicht die Show stehlen. Daher wollte ich diese Teile auch anschneiden, das heißt über den Rand hinaus ragen lassen.

Ich habe das Set erst aufgezeichnet und dann entsprechend fotografiert,

Testen und Feedback einholen

Ich habe alle so hingelegt wie auf dem Plan und erstmal mit dem Handy ein paar Testfotos geschossen, um die richtige Position der Elemente herauszufinden. Dann habe ich meine Community auf Instagram in meinen Stories um Feedback gegeben und super tolle Tipps bekommen! Dadurch ist das Ergebnis viel besser geworden. Das erste Feedback war, dass das Bild zu unruhig wirkt und zu voll ist. Der blaue Hintergrund führte außerdem dazu, dass man nicht so recht wusste, was nun eigentlich das wesentliche Element des Bildes ist.

Nach mehreren Versuchen ist diese Flicken-Flatlay entstanden.

Ich habe dann noch eine Alternative mit einem weißen Hintergrund probiert, die mir aber auch nicht so gut gefallen hat. Dann habe ich das ganze erstmal eine Nacht ruhen lassen. Auch das war gut! Am nächsten Tag habe ich mir nochmal etwas anderes überlegt und die Hose über einen Kleiderbügel gelegt. Kleiderbügel sieht man sehr viele bei Produktpräsentationen, allerdings in der Regel bei Hanglays. Hier gefällt er mir aber trotzdem, nicht nur, weil er die optische Fläche der Hose verkleinert und eine zusätzliche Ebene schafft. Der Bügel suggeriert auch, dass das Kleidungsstück (wieder) tragbar ist, quasi wie neu. Und genau das ist die Story dieses Bildes. Diese Version habe ich dann auf Instagram gepostet.

Alternativen testen

Dann wollte ich noch eine Rennauto-Alternative testen. Hier sollte der Flicken nicht von Näh-Utensilien umgeben sein, sondern von Spielzeug und Rennautos. Von der Story her gefiel mir diese Idee noch besser. Bei dem ganzen Projekt ging es ja primär um die Rennauto-Liebe, der ich mit dieser Umsetzung gut gerecht werden konnte. Flicken hin oder her, mit der Technik und Darstellung einfacher Flicken wollte ich mich aus genannten Gründen eigentlich gar nicht näher beschäftigen. Flicken aufnähen kann jeder, dazu muss keiner einen Blog schreiben oder einen Instagram-Kanal führen. Aber die Tatsache, dass man mit einfachen Mitteln aus einer kaputten Hose ein absolutes Lieblingsstück machen kann, die ist doch erzählenswert! Also, an die Startlinie – fertig – und los!

Der gleiche Flicken erzählt hier eine andere Story. Ich finde es toll, was man mit Fotografie alles vermitteln kann!

Obwohl ich, wie ich finde, schon vorher einigermaßen passable Flatlays fotografiert habe, bin ich durch diese Übung doch noch einmal wesentlich besser geworden. Jetzt brauche ich nur noch ein Stativ, um mit der Belichtungszeit besser arbeiten zu können. Dann kann ich auch noch Fortschritte bei Helligkeit und Schärfe erzielen.

Hier hatte ich bereits schon ein paar – wie ich finde – gute Flatlays fotografiert:

Nachhaltige Upcycling-Kinderleggings aus einer alten Erwachsenen-Sportjacke nähen

Habt ihr auch alte Sportsachen, die ihr nicht mehr anzieht? Meistens sind nur kleine Teile kaputt und der Großteil der Kleidungsstücke ist noch komplett in Ordnung. Wenn ihr nähen könnt, könnt ihr daraus noch super Kleidung für Kinder zaubern! Manchmal braucht man dazu etwas Geschick und Fantasie. Ich habe aus einer Sportjacke in Erwachsenen-Größe XS eine Kinder-Leggings in Größe 122 genäht. Das Design ist von mir und ich bin richtig zufrieden. Warum das Projekt trotzdem erstmal ein Fail war, lest ihr hier.

Bei uns im Obergeschoss liegen einige Sachen herum, die nur darauf warten, upgecycelt zu werden. Und ich habe auch richtig viele Ideen. Aber am Ende nähe ich dann doch nur die Sachen, die wirklich dringend sind und die wir brauchen. (Okay, unter dringend zähle ich auch sowas wie die Frühblüher-Deko, aber das ist auch irgendwie dringend, wenn der graue Winter endlich vorbei ist und draußen schon die ersten Schneeglöckchen aus der Erde gucken ;-). Jedenfalls brauchte die Große neue Leggings. Und da kam mir gleich diese Sportjacke in Größe XS in den Sinn, die sowieso schon etwas eng und unter den Armen kaputt war. Die lag allerdings nicht auf meinem Upcycling-Stapel, sondern hing noch im Schrank und ich hatte sie auch bis zum Tag vorher noch angezogen. Entsprechend entsetzt war mein Mann dann auch, als ich ihm die fast fertige Hose zeigte: „Ist das deine Sportjacke? Hast du die nicht gerade noch angehabt?!“ Na, manchmal muss man eben einfach Nägel mit Köpfen machen ;-)

Die Sportjacke war leider zu klein und unter den Armen schon etwas kaputt.

Die Jacke eignete sich übrigens ziemlich gut für die Leggings. Die Ärmel konnte ich größtenteils für die Beine wiederverwenden, die Breite der Jacke entsprach genau der Beinbreite des Schnittmusters. Mit viel gutem Willen hätte ich es sogar schaffen können, nur den einfarbig lilanen Teil der Hose zu verwenden. Das wäre auf jeden Fall einfacher gewesen. Aber das wollte ich gar nicht, denn ich hatte schon einen coolen Schnitt im Kopf. Mit ein bisschen hin und her probieren hatte ich dann auch schnell die entsprechenden Teile zugeschnitten. 

Ich habe also alles genäht und war mit dem Design wirklich sehr zufrieden. Bis die Große die Leggings anprobierte… „Die ist viel zu eng an den Oberschenkeln!“ Ja, das konnte ich selbst sehen. Der lilafarbene Stoff der Jacke war dehnbar, der gemusterte Stoff nicht. Merke: ein Leggings-Schnittmuster geht davon aus, dass man dehnbaren Stoff verwendet. Und jetzt findet ihr auf dem Foto sicherlich auch schnell die problematische Stelle am oberen Oberschenkel. Fail!

Der Schnitt ist an verschiedenen Sport-Leggings orientiert, die mir gut gefallen. Angezogen sieht es ziemlich cool aus!

Na toll. Ich war so stolz auf mein Design und ich hatte wirklich überhaupt keine Motivation die Hose wieder aufzutrennen. Noch dazu hatte ich nicht wirklich genug lilafarbenen Stoff übrig, um das Ganze zu retten. Zumal ich mir ja erstmal überlegen musste, wie die Leggings überhaupt noch zu retten war. So viele Möglichkeiten gab es da allerdings nicht. Letzten Endes musste ich die Innenbeinnähte auftrennen und an der Stelle ein zusätzliches breiteres Stück Stoff einsetzen. Und damit es danach wirklich nicht mehr zwickt, habe ich einen Rest von einer gut dehnbaren Leggings verwendet, in schwarz.

Die Hose war an der Stelle, an der der gemusterte Stoff quer verläuft, zu eng. Daher musste ich zwischen den Beinen ein zusätzliches Stück Stoff einsetzen.

Nein, stolz bin ich auf die Lösung nicht. Aber man sieht sie erst auf den zweiten Blick, die Hose wird tatsächlich regelmäßig und gerne getragen und letzten Endes muss ich mich auf eine meiner eigenen Upcycling-Philosophien besinnen: Embrace Imperfection. Denn grundsätzlich habe ich ja alles richtig gemacht. Ich habe einem Kleidungsstück, das ansonsten wahrscheinlich im Müll gelandet wäre, ein neues Leben gegeben. Auf den ersten Blick sieht es sogar ziemlich cool und professionell aus. Und es wird regelmäßig getragen, so dass wir den Kauf mindestens einer neuen Hose vermeiden konnten. Außer mir selbst interessiert dieser Schönheitsfehlern wahrscheinlich niemanden. Und ich werde sicher NIE MEHR eine Leggings aus nicht dehnbarem Stoff nähen ;-)

Natürlich zeigt man am liebsten die perfekten Projekte. Aber hin und wieder sind mir schon Fehler passiert. Ein Projekt, über das ich dann nicht einmal einen Blogbeitrag geschrieben habe, findet ihr unter „Embrace Imperfection“ in meinen Storys auf Instagram. Einige Beiträge findet ihr hier:

5 Tipps für das Flicken von Kinderhosen mit gleichzeitiger Verlängerung

Heute saß ich an der Nähmaschine und dachte: angefangen hat alles mit Flicken. Dann habe ich relativ schnell bei den kaputten Kinderhosen den kompletten Mittelteil ausgetauscht anstatt nur etwas drauf zu nähen. Was dann auch dazu führte, dass ich die Hose im gleichen Schritt noch ein wenig verlängert habe. Das habe ich jetzt schon in verschiedensten Facetten gemacht und mittlerweile ist es wirklich mehr als ein Flicken – eher so eine Art stilistisches Mittel. Und so macht das Flicken richtig Spaß! In diesem Beitrag teile ich daher meine 5 Tipps für das Flicken von Kinderhosen:

  1. Seiten auftrennen
  2. Immer gleich beide Knie flicken
  3. Großflächig flicken
  4. Flickenstelle verstärken
  5. Hose verlängern
Wenn man beim Flicken kreativ ist, sieht das Ergebnis auch gleich viel weniger wie eine „geflickte Hose“ aus.

In meinem Lernprozess habe ich schon folgende wichtige Erfahrungen gemacht:

1. Seiten auftrennen

Mit der Nähmaschine kommt man kaum in die Beine von Kinderhosen rein und kann nur schlecht Flicken befestigen. Daher sollte man die Seitennähe rund um die Flickenstelle vorher auftrennen.

2. Immer gleich beide Knie flicken

Ja, in der Regel ist zuerst nur eine Seite durch – die, die die Kinder präferiert zum Hinknien benutzen. Aber sehr, sehr oft folgt die zweite Seite zeitnah und dann fängt man wieder von vorne an. 

3. Großflächig flicken

Wer nur die Stelle flickt, die gerade kaputt ist, vergisst, dass die Kinder wachsen und das nächste Loch 1 bis 2 cm unter der alten Stelle bereits naht. Mehr ist in diesem Fall tatsächlich auch mehr und der entsprechende Flicken sollte die obere Hälfte vom Schienbein gerne abdecken.

4. Flickenstelle verstärken

Gerade bei dünnen Hosen wie Leggings ist man geneigt, einen ähnlich dünnen Stoff für die Flicken-Applikation zu verwenden. Aber Achtung: dann ist die Hose schnell wieder durch und man steht vor dem gleichen Problem. Lieber verstärkt man die Stelle und macht aus der Lieblingsspielhose auch dauerhaft einen treuen Begleiter.

5. Hose verlängern

Ich finde nichts ärgerlicher als eine mit viel Liebe und Arbeit bearbeitete Hose, die dann im nächsten Monat zu klein wird. Daher verlängere ich meine Hosen meistens im gleichen Schritt noch so, dass sie zumindest diese Saison noch halten. Das kann direkt an der Kniestelle erfolgen oder auch als neue Bündchen an den Hosenbeinen.

Diese Hosen habe ich schon gleichzeitig geflickt und verlängert und dabei eine Menge gelernt:

Dieses Mal hatte ich eine fixe Vorstellung von einem Karo-Muster. Der Mittelteil ist gequiltet und die Technik eignet sich wunderbar zum Verbrauchen selbst kleinster Stoffreste. Damit der „Checker-Teil“ gut im Kindergartenalltag hält und die Hose bequem ist, ist der Mittelteil noch mit einem dünnen T-Shirt-Stoff hinterlegt und durch Absteppnähte verbunden. Gequiltet und doppelt genäht ist nur die Vorderseite. Hinten in der Kniekehle ist nur ein einfacher Sweatstoff ohne Nähte vernäht. So bleibt die Hose beim Sitzen, Knien und Herumrutschen bequem.

Der gequiltete Einsatz ist an der Beinvorderseite doppellagig. So halten die Stoffreste gut zusammen und die Hose hält vielen weitere Stunden auf den Kinderknien Stand.

Der kleine Checker fand die neue Hose auch gleich richtig cool. Und das, obwohl kein Rennauto drauf war! (Ich soll schon längst mal eine Hose mit einem Rennauto nähen… das kann ja wohl nicht so schwer sein?!) Im Kindergarten sind meine Nähprojekte auch längst Alltag. „Hat das auch deine Mama genäht?“ – na klar ;-)

Kleid verkleinern: Ruckzuck Easy Kleid-Downsizing von 44 auf 38

Oft hat man ja Kleidungsstücke, die (mittlerweile) zu klein sind. Aber manchmal sind sie auch zu groß. Das ist definitiv der einfachere Fall. Ich habe ein XXL Kleid mit fünf Nähten zu einem Kleid in 38 verkleinert. Bei dieser simplen Anpassung können Halsausschnitt und Schultern komplett wiederverwendet werden. Das war wohl das schnellste Refashion-Projekt, das ich je genäht habe.

Alles hat angefangen mit einer Win-Win-Situation. Eine Freundin der Familie hat extrem abgenommen. Während sie sich mit neuen Teilen eindecken durfte, durfte ich ein paar sehr schöne alte Teile haben. Aus Upcycling-Sicht gibt es nichts besseres als möglichst große Kleidung. Endlich mal kein Patchwork, Schnittmuster-Tetris, Teilen und Absteppen. Hier findet ihr alle Teile, die ich schon aus dem neuen Fundus genäht habe:

Dieses Kleid hat einen wunderschönen Stoff. Und ein gemütliches Winterkleid mit langen Ärmeln wollte ich schon lange einmal haben. Wenn man einmal weiß, wie ein Oberteil genäht wird und wie die Schnittmuster aussehen, kann man auch leicht ein Teil verkleinern. In diesem Fall habe ich einfach den letzten Schritt, Ärmel und Seiten schließen, wiederholt. Die Säume habe ich vorher abgeschnitten bzw. auch den Volant.

Dann habe ich das kostenlose Sweat-Kleid Schnittmuster vom EMF-Verlag an der Schulter anliegend aufgezeichnet. Das Abstecken kann man sich sparen, da die bestehenden Nähte die beiden Lagen gut zusammenhalten. Einmal mit der Overlock an Arm und Seite entlang nähen und der wichtigste Schritt ist bereits erledigt. Dann habe ich einen 1,5cm breiten Saum an Armen und Kleidabschluss umgeschlagen und mit einem Zickzackstich umgenäht.

Den Ärmelsaum habe ich mit einem einfachen Zickzackstich umgenäht. Den Volant habe ich nach dem Verschmälern wieder angenäht.

Eigentlich hatte ich das Kleid so lassen wollen. Aber vielleicht kennt ihr das Gefühl, wenn sich ein Kleid subjektiv einfach 2-3 cm zu kurz anfühlt. Im Stehen geht’s noch, aber… okay, egal, jedenfalls habe ich den Saum wieder aufgetrennt und den Volant wieder angenäht. Ist eigentlich so nicht ganz mein Stil, aber für den bequemen Home Office Look ist es genau das Richtige. Fazit: toller einfacher Downsizing-Hack, selten mit so wenigen Schritten ein einwandfreies neues Kleidungsstück genäht.

Das Charmante am Downsizing ist, dass man wesentliche Elemente der vorherigen Stücke beibehalten und sich daher Arbeit sparen kann. Hier könnt ihr sehen, wann und wie ich das schon einmal gemacht habe:

Bettinas digitale Näh-Notizen

  • Schnittmuster Sweat-Kleid Größe 38
  • Sitzt locker, um die Hüfte genau richtig, unter den Armen und am der Taille eher locker/weit
  • Gefühlt erst ein wenig zu kurz, unbedingt beim nächsten Kleid die perfekte Rückenlänge abmessen, mit Volant dann eigentlich zu lang
  • Ärmel 1,5cm (Saum) bis 2cm (Achsel) verschmälert
  • Säume abgeschnitten und nach dem Verschmälern erneuert
  • Für die Säume einlagig 1,5cm eingeschlagen und direkt am Stoffrand genäht

Veganes Kung Pao Tofu mit Gemüseresten

Ihr seid auf der Suche nach einem leckeren veganen Mittagessen? Dieses Rezept ist super für Gemüsereste verwendbar, z.B. Paprika, Karotten, Aubergine, Zucchini, Chicorée etc. 

Wir haben regelmäßig alle möglichen Gemüsesorten kurzfristig zur Verfügung, weil wir beim Foodsharing aktiv sind. Wir helfen, Lebensmittel zu verbrauchen, die in Supermärkten sonst weggeworfen werden würden. Dieses Rezept basiert grob auf dem Kung Pao Tofu Rezept von Maya @fitgreenmind. Wir haben es aber so erweitert, dass nicht nur der Tofu mit der leckeren Soße gemischt wird, sondern auch das Gemüse. Außerdem haben wir es um Cashews erweitert und bei den Zutaten ein paar Alternativen getestet, die ihr unten auch findet. Mein Rezept könnt ihr mit allen möglichen Gemüsesorten kochen, ganz nach eurem Geschmack oder was ihr gerade noch da habt. 

Vegan, Tofu und die Nachhaltigkeitskrise 

Ich war bis dato der Meinung, ich esse keinen Tofu. Bestimmt habe ich es einmal in irgendeinem asiatischen Gericht probiert. Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, aber die Meinung hatte sich bei mir festgesetzt. Dann hatten wir beim Foodsharing Tofu bekommen und einer der wunderbaren Nebeneffekte beim Foodsharing ist, dass man auch einmal etwas Neues probiert. Denn alternativ würden die Sachen weggeworfen, und das wäre wirklich schade.

Was Foodsharing ist und ob ihr das eigentlich auch machen könnt, könnt ihr hier nachlesen. 

Wir leben nicht vegetarisch oder vegan, wir mögen auch Fleisch. Aber wir sind uns des negativen Einflusses der Fleischproduktion auf die Umwelt durchaus bewusst. Daher versuchen wir mehr und mehr darauf zu verzichten und bei den gelegentlichen Fleischkäufen auf Bio und Haltungsform zu achten. Und wenn man sich einmal damit beschäftigt, merkt man, wie viele leckere vegetarische Gerichte es eigentlich gibt!

Dieses leckere Rezept wird aus Gemüserezepten gezaubert und schmeckt so jedes Mal ein wenig anders.

Was bedeutet Food Upcycling

Ich verwende den Begriff Food Upcycling für Zutaten, die andere möglicherweise in den Müll werfen würden. Entweder, weil schon braune Stellen dran sind oder weil sie landläufig zu den Teilen der Pflanze gehören, die man nicht mitisst. Mit den provokanten Bildern möchte ich gerne darauf aufmerksam machen, dass man immer zweimal überlegen sollte, bevor man etwas wegwirft. Natürlich geht es nicht darum, schlecht gewordene Lebensmittel noch zu verwenden. Alle meine Rezepte sind auch mit frischen und perfekt aussehenden Zutaten zubereitbar und lecker. Und insgeheim erstelle ich hier einfach eine Liste der leckersten Rezepte, die ich gerne koche, damit ich sie auch selbst immer griffbereit habe ;-)

Zutaten für 2 Personen

Für die Vorbereitung im Ofen:

  • 400g Tofu
  • 400-600g Gemüse (Paprika, Karotten, Aubergine, Zucchini, Chicorée etc.)
  • 4 EL Stärke oder Mehl
  • Salz und Pfeffer

Für die Pfanne:

  • 1 kleine Zwiebel oder Frühlingszwiebel
  • 1-2TL frischer Ingwer
  • 2 Knoblauchzehen
  • 4 EL Cashewnüsse oder -bruch, oder Sesam

Für die Soße:

  • 7 EL Sojasauce
  • 2 EL Essig
  • 2-3 EL Agavendicksaft oder Honig
  • 2 EL Wasser

Zubereitung

Ofen vorheizen auf 180 Grad Umluft.

Tofu ausdrücken und in grobe Brocken brechen. Gemüse in daumengroße Stücke schneiden. Beides auf ein Backblech verteilen*. Stärke bzw. Mehl darüberstreuen, z.B. mit einem kleinen Sieb, mit Salz und Pfeffer würzen. 20 Minuten bei 180 Grad Umluft backen.

Die drei Schritte für Backofen, Pfanne und Soße können parallel erfolgen.

* Chicoree nicht, dieser wird nur im letzten Schritt in der Pfanne hinzugefügt. Chicoree waschen, klein schneiden und ca. 5 Minuten in warmem Wasser einweichen, damit er die Bitterkeit verliert. Dann trocknen bzw. schleudern. 

Zwiebeln und Ingwer sehr klein schneiden. Zusammen mit dem Cashew-Bruch und Sesamöl in der Pfanne glasig braten. Knoblauchzehen pressen und hinzufügen, gegebenenfalls auch den Chicorée. 

Die Soße kann alternativ auch direkt in die Pfanne gegeben werden.

Essig, Sojasauce, Agavendicksaft bzw. Honig und Wasser in einem Glas mischen. Gemüse und Tofu in die Pfanne geben und die Sauce darüber verteilen. Alles gut mischen und noch für drei bis fünf Minuten braten.

Hierzu schmeckt am besten Reis. 

Kennt ihr schon meine anderen Food Upcycling Rezepte?

Erwachsenen-T-Shirt Downsizing für Kinder

Ich habe aus einem Erwachsenen-T-Shirt in Größe 44 ein Kinder-T-Shirt in Größe 122 genäht. Damit ich die schöne Paillettenapplikation wiederverwenden konnte, habe ich im Schnittmuster eine Teilungsnaht eingefügt.

Normalerweise nähe ich aus meinem Upcycling-Altkleider-Fundus Sachen, die wir gerade dringend brauchen. Denn für dringende Sachen hat man immer nur drei Möglichkeiten. Entweder, man läuft eben schnell zu Earnsting’s Family, C&A oder H&M. Da bekommt man fast immer, was man braucht, aber die Nachteile von Fast Fashion sind hinlänglich bekannt. Oder, man versucht etwas sinnvolles Nachhaltiges im Internet zu finden. Das wiederum ist mit stundenlangen Recherchen und großem Frustrationspotential ob der Auswahl und der Preise verbunden. Oder, man näht es eben selbst. Das geht zwar auch nicht besonders schnell, aber zumindest hat man dann das, was man sich vorgestellt hat.

Aus einem sehr großen und weiten Shirt ist ein süßes kleines und schmales Shirt entstanden.

Hier war es aber nicht so. Denn schöne T-Shirts haben wir zur Genüge aus gebrauchten Quellen. T-Shirts gehen relativ wenig kaputt, im Vergleich zu Hosen. Aber wenn eins klar ist, wenn man ein gebrauchtes T-Shirt mit so einer schönen Applikation für’s Upcycling geschenkt bekommt, dann das: „Mama, kannst du mir daraus bitte, bitte ein Shirt nähen?“. Und was soll ich nach zwei Jahren Upcycling sagen – man ist ja schon ein bisschen stolz, dass man ebendas genau durchaus kann. Und dann macht man es natürlich auch. Es gibt ja ohnehin nicht wirklich etwas anderes, das aus diesem schönen T-Shirt noch hätte werden können.

Außerdem macht es ja riesigen Spaß, aus einem großen Kleidungsstück ein Kleines zu nähen. Hier seht ihr, was ich in Sachen Downsizing schon genäht habe:

Ich habe (wie immer ;-) das Schnittmuster „Immergrün“ von Firlefanz genäht. Um die Paillettenapplikation beizubehalten, musste ich das Schnittmuster an der Front teilen.

Mittlerweile nähe ich fast immer mit grauem Overlock-Garn. Das passt zu allen Farben und ist universell einsetzbar.

Ich habe mich außerdem zum ersten Mal (seit meinem Versuch bei meinem eigenen Patchwork-Pulli) an Puffärmeln versucht. Das ist eine Wissenschaft für sich und hier bin ich noch kein Profi. Alles andere – schöne Bündchen, Versäuberungsstreifen, etc. – klappt aber schon wie am Schnürchen. (haha, den Wortwitz habe ich selbst erst beim Korrekturlesen gesehen :-D)

Mit ein paar kleinen, aber entscheidenden, Details sieht das T-Shirt nahezu aus wie gekauft.

Schnittmuster abzuwandeln finde ich richtig cool. Man braucht wirklich überhaupt nicht viele Schnittmuster in seinem Fundus. Mit ein paar Basics kann man schon das meiste nähen. Das Immergrün-Schnittmuster kann man als T-Shirt oder Langarmshirt nähen und hier seht ihr meine bisherigen Beispiele:

3 Arten dekorative Upcycling-Utensilos aus alten Kleidern zu nähen und häkeln

Mögt ihr selbst gestaltete Deko? Ich liebe es, wenn man etwas gestalten kann, das farblich perfekt in die Zimmer passt. Ich habe aus verschiedenen lilafarbenen Stoffen ein Utensilo-Trio genäht und gehäkelt. Sie dienen in unserer Küche als kleine Blumenübertöpfe. 

Wir haben eine lilafarbene Küche. Als wir bei unserem Umzug erzählt haben, dass wir die Küche lila streichen, wurden wir oft schief angesehen. Die wenigsten können sich das wohl vorstellen. Aber ich konnte es mir sehr gut vorstellen und habe dementsprechend die Pläne gemalt. Und wir finden sie nach wie vor mega!

Meine erste Skizze der lila Küche war zwar sehr rudimentär, sie hat aber tatsächlich sehr viel Ähnlichkeit mit der fertigen Küche!

Und jetzt sollte der Winter endlich vorbei sein! Ich kann ihn nicht mehr sehen. Als dann noch ein lilafarbenes Shirt aussortiert wurde, ziemlich durchlöchert aber durchaus noch T-Shirt-Garn-fähig, war der Plan geboren.

Herz-Utensilo

Los gings mit dem Freebook Herz-Utensilo von DIY Mode. Ich hatte es mir zufällig vor einiger Zeit auf Instagram gespeichert. Hierfür habe ich einen lila Cordrock und eine blaugraue Hose (die Reste vom Kuscheltier-Spieluhr-Wal) verwendet. Dadurch, dass beide Stoffe stabil sind, konnte ich auf ein zusätzliches Vlies verzichten. Als Behältnis für die Blumenzwiebeln verwende ich alte abgeschnittene Milchkartons (siehe unten). Zufälligerweise passen die genau in das Utensilo! 

Die verschiedenen Lilatöne der Altkleider passen sich perfekt in unser Farbkonzept ein.

Utensilo zum Umkrempeln

Dann habe ich beim zerschneiden des Cordrocks eine Entdeckung gemacht: die Innentaschen hatten ein richtig schönes Muster, das perfekt zum Set passte! Warum so schöne Stoffe immer innen eingenäht werden, so dass man sie gar nicht sieht… nach der Bad-Deko ist mir das jetzt schon zum zweiten Mal aufgefallen. Den Stoff musste ich natürlich unbedingt verwenden! Es war nicht besonders viel, so dass ich ein bisschen getrickst und den gemusterten Stoff nur für die Krempelkante verwendet habe. Innen hat das Utensilo noch einen anderen Stoff.

Links sieht man den dunkleren Innenstoff im Utensilo. Rechts ist er nicht zu sehen,

Eck-Utensilo aus T-Shirt-Garn

Für das dritte Utensilo habe ich am längsten gebraucht. Hier habe ich drei lilafarbene Shirts in T-Shirt Garn zerschnitten. Dann habe ich einen quadratischen Boden für das Utensilo gehäkelt. Nach den runden Utensilos Anfang des Jahres habe ich nun zum zweiten Mal T-Shirts-Garn verarbeitet und ein paar Tipps für euch zusammengestellt, die ihr auf dieser Seite findet:

Beim Häkeln mit T-Shirt-Garn können verschiedene Reste verwendet und kombiniert werden.

Und dann konnten die Frühblüher auch schon einziehen! An Narzissen, Hyazinthen und Tulpen hat man so eine Weile länger Freude als an Schnittblumen. Allerdings auch nicht ewig: bei der Hitze im Haus verausgaben sich die Frühblüher ziemlich, werden schnell groß und erblühen schnell. Wiederum gut ist dann, dass man sie nicht wegwerfen muss, sondern im Garten einbuddeln kann. Da kommen sie im nächsten Jahr dann nämlich wieder :-)

Easy Upcycling: Beanie-Mütze aus altem Strickpullover nähen

Ich habe aus einem Shirt und einem Pullover eine doppellagige Strickmütze genäht. Das Projekt ist ein Remake, nachdem die erste Version der Mütze leider kaputt gegangen ist.

Manchmal muss man sich einfach eingestehen, dass etwas nichts geworden ist. Manchmal dauert dieser Prozess auch eine Weile. In diesem Fall ein ganzes Jahr. Ich hatte im letzten Winter eine coole Wende-Beanie-Mütze genäht. Es war das erste Projekt mit meiner nigelnagelneuen Overlock-Nähmaschine. Ich stand noch ganz am Anfang in Sachen Fadenspannung, Stichweite etc. und war super glücklich, dass ich es überhaupt geschafft hatte, das Garn einzufädeln. Außerdem passte der Stoff farblich perfekt zu meiner Skihose.

Leider war das entsprechende T-Shirt weniger brauchbar. Techniken wie das Absteppen von Nähten kannte ich noch nicht. Mit meinem heutigen Kenntnisstand würde ich mich wahrscheinlich dazu entscheiden, aus dem Shirt T-Shirt-Garn oder Füllmaterial für Kuscheltiere herzustellen. Das kann man auch mit den dünnsten und rissigsten Stoffen noch gut machen. Das Ende vom Lied war jedenfalls, dass der entsprechende Stoff an der Naht aufgerissen ist, und zwar schon direkt nach dem Fertigstellen. Ich hatte das im entsprechenden Blogbeitrag bereits beschrieben. 

Die Naht war schon von Anfang an kaputt – beim Handstand achtet man darauf natürlich nicht ;-)

Aus Trotz habe ich die Mütze trotzdem eine Weile getragen, meistens dann allerdings andersherum gewendet, sodass die pinke Seite außen war und man die kaputten Nähte nicht sah. Dann habe ich diesen kuscheligen, aber leider beim Waschen geschrumpften, Pullover von meiner Freundin bekommen. Und da ich bisher keine Wollmütze hatte, fand ich das eine coole Idee!

Anfangs war das Auftrennen für mich die schlimmste Niederlage meiner Nähreise. Heute sehe ich das nicht mehr so. Man lernt mit jedem Auftrennen enorm viel dazu und iterative Prozesse liefern oft erst die besten Ergebnisse. Also Podcast an und los!

Jetzt kann man sich natürlich fragen, was der Wollpullover mit der alten Mütze zu tun hat. Ich bin extrem empfindlich bei Wolle und wolleähnlichen Materialien. Ich habe keinerlei derartige Kleidung, weil ich das auf meiner Haut nicht vertrage. Für die Mütze bedeutete das, dass ich einen Innenstoff brauchte, der die Mütze von meiner Kopfhaut trennt. Und hierfür habe ich dann die heile Hälfte der alten Wendemütze einfach wieder verwendet!

Ich finde, oft verschätzt man sich total, wie viel Stoff man für ein Kleidungsstück braucht. Aus einem Pullover kann man gerade mal eine Mütze machen. Für zwei Mützen würde der Stoff nicht reichen. Hättet ihr das gedacht?

Das Schnittmuster für die Mütze ist das kostenlose Schnittmuster „Beanie-Mütze“ von Lillesol & Pelle. Um den geschrumpften Wollstoff mit der Overlock zu verarbeiten, habe ich etwas experimentiert. Die Lösung war dann eine Naht mit maximal großer Stichbreite und mit nur drei Fäden, bei der der linke Faden nicht verwendet wird. Das hat sehr gut funktioniert! Für eine Wendemütze werden die beiden einzelnen Mützenteile auf links am Bund aneinander genäht. Ich habe den Rand dann noch mal von rechts abgesteppt und gleichzeitig so die Wendeöffnung geschlossen. Trotz Zickzackstich hat sich die Naht dabei ein wenig gedehnt. Beim nächsten Mal würde ich es vielleicht mal mit einem elastischen Unterfaden probieren oder nochmal googlen, welche Möglichkeiten es noch gibt.

Man kann die Mütze immernoch wenden und von beiden Seiten tragen, auch wenn ich das aufgrund des Strickstoffs nicht so gerne mache.

Und, was haltet ihr von meinem Upcycling vom Upcycling? Ich sage nur Circular Fashion ;-)