6 Varianten eine kaputte Kinderhose als Shorts zu kürzen

Kinderhosen zu Shorts zu kürzen ist eine tolle und einfache Idee, kaputte Kinderhosen noch eine Sommersaison lang weiterleben zu lassen. Aber wie geht das genau? Was muss ich beachten? Welche Möglichkeiten gibt es? Ich zeige euch 6 Varianten für das Kürzen von langen Hosen. Sucht euch euren Favorit aus!

  1. Hose kürzen und einfach säumen für dehnbare Stoffe
  2. Hose kürzen und mit Jersey-Streifen säumen für Webware
  3. Upcycling-Hack: Hose abschneiden und nach außen umschlagen
  4. Doppellagige Hose kürzen und miteinander vernähen
  5. Hose kürzen und Bündchensaum annähen
  6. Jeans abschneiden und ausfransen

Wo schneide ich die Hose am besten ab?

Jede Hose muss zuerst abgeschnitten werden, bevor sie in einer der folgenden Varianten vernäht wird. Der Schnitt erfolgt kurz über dem Knie. Diese Stelle ist bei gebrauchten Hosen meistens gut sichtbar, weil die Knie oft abgetragen sind. Der Schnitt erfolgt orthogonal zur Innenbeinnaht, also im rechten Winkel. Mit einem Schneiderlineal und einem Rollschneider ist so ein Schnitt ganz einfach. Sonst tun es aber auch ein Geodreieck und eine Schere.

1. Hose kürzen und einfach säumen für dehnbare Stoffe

Die einfachste Variante, die abgeschnittene Hose fertigzustellen, ist der einfache Saum. Dafür schlagt ihr den Rand für 1.-1,5 cm um und steckt ihn fest. Die Hosenbeine sind in aller Regel nicht gerade. Sie werden nach unten hin schmaler. Der umgeschlagene Saum muss beim Feststecken und Nähen ganz leicht gedehnt werden. Daher eignet sich diese Variante nur für dehnbare Stoffe.

Der Saum ist einfach umegeschlagen und mit einem Zickzackstich festgenäht.

Hierfür eignen sich natürlich auch doppelt umgeschlagene Säume oder andere schöne Varianten. Eine gute Übersicht über klassische Säume und wie man sie näht findet ihr zum Beispiel bei Sew Simple: Säume nähen.

2. Hose kürzen und mit Jersey-Streifen säumen für Webware

Ich habe beim Jersey die gleiche Farbe verwendet. Eine andere Farbe würde aber einen schönen Akzent ergeben.

Bei Webware ist es nicht einfach möglich, einen Saum einzuschlagen, weil sie nicht dehnbar ist. Stattdessen könnt ihr einen 2-3cm breiten Jerseystreifen von einem anderen Stoff abschneiden und ihn rechts auf rechts an die Hosenbeine annähen. Dann wird der Streifen wie bei einem Schrägband doppelt umgeschlagen und festgenäht. Das löst nicht nur das Problem mit den schmaler werdenden Hosenbeinen, sondern sieht auch schick und professionell aus. Eine detaillertere Erklärung gibt es im entsprechenden Blogbeitrag:

Man nennt diesen Saum auch „falschen Saum“. Er lässt sich prima aus Stoffresten nähen oder auch aus dem abgeschnittenen Saum von T-Shirts. Oft hat man beim Upcycling den alten Saum übrig, weil die Schnittmusterteile aus dem Stoff ausgeschnitten und später neu gesäumt werden. Wie ihr den alten Saum als falschen Saum wiederverwenden könnt, erfahrt ihr hier:

3. Upcycling-Hack: Hose abschneiden und nach außen umschlagen

Für diese Variante braucht ihr nicht einmal eine Nähmaschine. Der abgeschnittene Rand wird zwei Mal nach außen umgeschlagen und an 2 oder 4 Stellen pro Bein mit wenigen Stichen festgenäht. Der Rand kann vorher mit einem Zickzackstich oder einer Overlock versäubert werden. Das ist aber kein Muss.

Diese Variante eignet sich auch eher für dehnbare Stoffe.

Die Hose ist im Rahmen einer Upcycling-Hack-Reihe im letzten Sommer entstanden:

4. Doppellagige Hose kürzen und miteinander vernähen

Wenn eine Hose doppellagig ist, können die beiden Stoffe jeweils nach innen gefaltet werden. Dann werden die beiden Lagen zusammengesteckt und mit einem nah am Rand liegenden Geradstich festgenäht. Aus praktischen Gründen eignet sicht diese Variante nur für sehr dünne doppellagige Hosen. Sonst sind die Shorts für den Sommer einfach zu warm.

Bei doppellagigen Hosen kann man sich den Saum ganz sparen. Die beiden Lagen werden zu einem schönen Rand verbunden.

5. Hose kürzen und Bündchensaum annähen

Alternativ zum Saum kann man an die abgeschnittene Hose auch ein Bündchen annähen. Das Bündchen sollte 70-80% der Breite des Hosenbeins betragen. Das Bündchen wird zuerst als Ring geschlossen, dann an vier Stellen rund um das Hosenbein festgesteckt und zuletzt gedehnt angenäht.

Besonders schön ist es, wenn der Bündchenstoff eine Farbe aus der Hose aufgreift oder der Stoff im Projekt noch einmal verwendet wird

Zu der Hose gibt es noch ein passendes Erdbeer-Spaghetti-Shirt. Wenn ihr wissen wollt, warum die Hose ein echtes Restaurations-Projekt war, lest hier weiter:

6. Jeans abschneiden und ausfransen

Für Jeans gibt es noch eine andere coole Möglichkeit: der Fransen-Look. Hierfür braucht ihr nicht zwingend eine Nähmaschine. Ihr steppt die abgeschnittene Hose ab und zieht mit der Pinzette die querliegenden Fäden heraus, sodass Fransen entstehen.

Diese Technik ist super einfach und sieht noch dazu richtig cool aus!

Die Schritt-für-Schritt-Anleitung zu dieser Technik findet ihr im folgenden Blogbeitrag: