Kissenbezug mit selbst gemaltem Bild nähen

„Mama, kannst du mir ein Fee-Kuscheltier nähen?“ Das Schöne an Kindern ist, dass sie glauben, ihre Eltern können alles. Sie können es entweder selbst machen oder bestellen. Hach ja, das Internetzeitalter. Unserer Tochter ist schon klar, dass wir nur „etwas bestellen“, wenn Geburtstag oder ein anderer wichtiger Anlass ist. „Etwas nähen“ tut die Mama allerdings ja ständig. Warum also nicht ein Fee-Kuscheltier?

„Nein, das kann ich nicht. Aber wir könnten eine Fee malen und dann ein Kissen daraus nähen. Wäre das auch okay?“ Ja, das war auch okay. Ich kann allerdings auch keine Feen malen, nur Hello Kittys. Aber die gibt’s zum Glück auch als Fee, dank Google. Ich habe also die Hello-Kitty-Fee mit einem Stoffstift vorgemalt und meine Tochter hat sie ausgemalt. Sie ist richtig schön und individuell geworden. Ich upcycle super gerne mit meinen Kindern, das macht Spaß und sie können sehen, dass man selbst etwas erschaffen kann, wenn man nur die richtige Idee und ein bisschen Muße hat.

Hier siehst du ein Hello Kitty Bild auf einem Stoff, das später als Kissenbezug verwendet wird.
Ich habe die Hello Kitty vorgemalt, meine Tochter hat sie ausgemalt. Dann wird sie gebügelt und für den Kissenbezug vernäht.

Die Rückseite des Kissens wurde ein pinkfarbener Stoffrest, der schon jahrelang in verschiedenen Kisten gelagert hatte. Da er etwas dünn war, um ihn so zu verwenden, habe ich ihn mit einem alten Bettbezug als Innenseite doppelt gelegt. Den Bettbezug habe ich schon für alle möglichen Projekte verwendet, unter anderem für diese Wendetasche. Ich hatte vor Kurzem meine neue Overlock-Nähmaschine gekauft und damit geht so ein Projekt ratz-fatz.

Angenähte Druckknöpfe und die Rückseite des Kissenbezugs aus einem pink-gemusterten Stoff
Mit dem voluminösen Innenkissen war der Hotelverschluss nicht richtig zu. Daher habe ich noch Druckknöpfe angenäht.

Als Inlet haben wir ein kuscheliges Kissen verwendet, das wir schon hatten. Es war allerdings so voluminös, dass die Kanten von diesem Hotelverschluss nicht ordentlich aufeinander liegen blieben, sondern immer auseinander gedrückt wurden. Daher bin ich das erste – und wahrscheinlich einzige – Mal dem historischen Druckknopf-Arsenal meiner Mama zu Leibe gerückt. Die sind uralt und noch zum Annähen. Ich habe passendes Garn verwendet und wohl oder übel drei Druckknöpfe, also sechs Teile, ordentlich angenäht. Damit sie auch halten, wenn Kinderhände daran herumzerren.

Das Ergebnis ist richtig süß geworden und das Kissen darf fortan überall hin mit, genauso wie das liebe Einhorn, das schon oben auf dem Bild zu sehen ist. Und die Mama freut sich, dass sie mal um ein neues Kuscheltier herumgekommen ist. Naja, das nächste steht schon für den 5. Geburtstag auf der Wunschliste. Denn von Kuscheltieren kann man bekanntlich nie genug haben ;-)

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