Bastelkisten aus Kinder-Kunstwerken machen

Wohin nur mit den vielen Bildern?

Habt ihr auch wesentlich mehr Kunstwerke von euren Kindern als man überhaupt irgendwo aufhängen kann? Zugegeben, manche sind keine Picasso-Werke. Wir malen nur auf Schmierpapier und das ist auch gut so. Ich bringe es trotzdem nicht übers Herz, sie wegzuwerfen.

Hier siehst du zwei Aufnahmen von Kinderbildern.
Bei uns wird einfach mehr gemalt, als man je aufheben kann. Gerade Krippenkindern ist es auch überhaupt nicht wichtig, was mit dem Ergebnis ihrer Malübungen passiert.

Als unser Bastelvorrat anfing, größer zu werden, war ich auf der Suche nach einer geeigneten Kiste. Ich weiß nicht, wie viel Stunden nicht bei Amazon & Co. verbracht habe. Die einzigen Kisten, die mir einigermaßen gefielen, waren aus Bambus und kosteten mindestens 25€. Ich brauchte aber mindestens zwei und das fand ich dann doch unangemessen. Irgendwann kam mir die Idee, die Kisten selber zu basteln. Und weil gerade wieder ein paar Kunstwerke herumlagen, entschied ich, die Kisten damit zu verkleiden.

HIer siehst du eine unbeklebte Kiste und das fertige Ergebnis.
Aus einer alten Pappkiste und den Kinderkunstwerken wurden wunderschöne individuelle Aufbewahrungsboxen.

Alte Kartons neu bekleben

Ich habe alte Kartons verwendet und zuerst den Deckel abgeschnitten. In die Kiste, die noch eine Unterteilung bekommen hat, habe ich aus der Deckelpappe die entsprechenden Zwischenelemente ausgeschnitten. dann habe ich die Kisten außen und innen verkleidet. Im Prinzip braucht man nur genug Papier und genug Tesafilm. Damit es schön aussieht, klebe ich immer ein Papier über die Kante und lege dann das darüber liegende Papier so, dass es genau an der Kante abschließt. Bei den kleineren Fächern in der Kiste mit der Unterteilung war auch ein bisschen Messen und Rechnen erforderlich. Bei den großen Kisten habe ich die DIN A4 Seiten nicht zurechtgeschnitten, sondern einfach übereinander geklebt.

Hier siehst du eine halb und eine ganz beklebte Kiste.
Ich habe die Kisten außen und innen ´mit den Bildern der Kinder beklebt.

Ordnung im Bastel-Sammelsurium

Die Ergebnisse sind und so schön einzigartig und dann auch noch praktisch. Die Buntstifte und Wachsmalstifte hinterlassen in den Fächern ihre Spuren, aber das trägt eigentlich nur zum coolen selbstgemachten Look bei. Mittlerweile haben wir nicht nur eine Kiste für Stifte, Scheren, Stempel und Kleber, sondern auch eine große für den Papiervorrat, eine für Wasserfarben plus Zubehör, eine für Knete und eine für Bügelperlen. Seitdem herrscht bei uns Ordnung in der Bastelecke!

Hier siehst du die Fächer, in denen die Stifte schon Spuren hinterlassen haben.
Nach ein paar Monaten in Benutzung sehen die Kisten eigentlich noch cooler aus!

Wohin mit den ganzen Bastelsachen?

Übrigens noch ein Tipp, weil ich das erst letztens mit Freundinnen diskutiert habe: bei uns basteln die Kinder in der Küche. Ich glaube, das ist meistens so, weil es einfach praktischer ist. Erstens brauchen die Kleinen beim Basteln oft Hilfe. Zweitens verbringen wir tagsüber ohnehin die meiste Zeit in Wohnzimmer und Küche. Und drittens möchte ich gar nicht, dass sie im Kindergartenalter unbeaufsichtigt mit Wasserfarben, Kleber und Filzstifte im Kinderzimmer hantieren. Wir haben daher unseren Basteltisch in einer Küchenecke eingerichtet. Wir haben außerdem eine große Küchenschublade für alle Bastelsachen freigeräumt. So ist immer alles verstaut, es steht nicht noch ein zusätzliches Möbelstück herum und wir haben trotzdem immer alles schnell griffbereit.

Wir sortiert ihr eure Bastelsachen? Habt ihr eure Aufbewahrung auch upgecycelt? Schreibt mir gerne auf Instagram!